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Melkhygiene – ein Bereich mit vielen lukrativen Optimierungsmöglichkeiten

Die Genetik unserer Milchkühe liegt auf einem hohen Niveau.
Die Bedeutung von Haltung und Fütterung im Hinblick auf hohe Milchleistungen wurde in der Praxis erkannt und das Management in diesen Bereichen stetig optimiert. Allerdings erfährt die Melkhygiene früher und heute oft nicht die nötige Aufmerksamkeit zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und der Nutzungsdauer.
Laut des Jahresberichts 2020 des LKV Schleswig-Holstein konnte die Lebensleistung der abgegangenen Milchkühe von 19.360 kg im Jahr 1995 auf 27.821 kg  im Jahr 2020 gesteigert werden. Die Nutzungsdauer stieg im gleichen Zeitraum geringfügig um 0,2 auf 3,1 Jahre. Ein durchschnittlicher jährlicher Leistungszuwachs von 92 kg/Kuh steigerte die Milchproduktion in 25 Jahren auf 8.975 kg pro Kuh und Jahr. 
Die Auswertung der Laktationszellzahl am Beispiel der ‚Holstein Schwarzbunten‘ zeigt, dass ein Zellgehalt in den Bereichen                                     von 100.000 – 200.000 sowie 200.000 – 300.000 laktationsübergreifend zu einer nicht realisierten Milchleistung  von 1,3 kg  pro Kuh und Tag führt!

   
Das größte Potential der Leistungssteigerung mit 1,83 kg pro Kuh und Tag liegt laut Zahlen des LKV SH in der Gruppe der Milchkühe ab der dritten Laktation.
Doch was bedeuten diese Zahlen für einen Betrieb durchschnittlicher Größe? Im Jahr 2020 hielt ein mittlerer Betrieb 127,4 Milchkühe mit einem durchschnittlichen Zellgehalt von 214.000. Die Leistungsreserve dieser Betriebsgröße beläuft sich auf rund 60.500kg Milch pro Jahr! Bewertet mit dem mittleren Basismilchauszahlungspreis Deutschland (2019) von 33,70 Cent/kg ergibt sich eine nicht realisierte Betriebseinnahme von rund 22.570,-Euro inkl. Steuer!
Wir meinen: Zahlen, die es wert sind, dem Managementbereich der Melkhygiene eine größere Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Optimierung der Melkarbeit mit dem Ziel einer stabilen Eutergesundheit führt nicht nur zu einer Steigerung der Milchleistung verbunden mit einer längeren Nutzungsdauer der Milchkuh, sondern reduziert außerdem auch den Antibiotikaeinsatz und die Tierarztkosten.
Gerne unterstützen wir Sie mit unserem Fachwissen im Bereich der Melkhygiene.